Open-Source-Strategie 2030 auf den Weg bringen
Im gemeinsamen Antrag von DUH/FDP Gruppe und der GRÜNEN Fraktion im Rat, wird die Verwaltung beauftragt, eine Open-Source-Strategie zu entwickeln. Ziel ist es, die Abhängigkeit von teuren Softwarelizenzen zu verringern, digitale Souveränität zu stärken und nachhaltige IT-Arbeitsplätze in der Verwaltung zu schaffen.
Unabhängigkeit und Kosteneinsparungen im Fokus
Die jährlich steigenden Lizenzkosten für proprietäre Software wie Microsoft-Produkte belasten die Haushaltskasse. Viele Anwendungen lassen sich jedoch durch leistungsfähige Open-Source-Alternativen ersetzen – etwa durch Linux-Betriebssysteme oder das Office-Paket LibreOffice. „Eine Open-Source-Strategie ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch der Sicherheit und Zukunftsfähigkeit“, betont Steven Maaß von der Gruppe DUH/FDP. „Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass digitale Souveränität
immer wichtiger wird.“
Vorbild Schleswig-Holstein
Hemmingen soll sich an erfolgreichen Projekten anderer Kommunen und Bundesländer orientieren. Schleswig-Holstein macht vor, wie der Umstieg auf Open-Source-Lösungen gelingen kann: Von der Ablösung von Microsoft-Office durch LibreOffice bis hin zur Nutzung von Nextcloud und Open Xchange für die Zusammenarbeit. „Wir wollen von diesen Erfahrungen profitieren und gemeinsam mit anderen Kommunen Lösungen entwickeln“, erklärt Roman Binder von Bündnis 90/Die Grünen. Die Strategie soll vorsehen, schrittweise proprietäre Software durch Open-Source-Alternativen zu ersetzen, den Einsatz von Linux zu erhöhen und kommunale Fachanwendungen über Cloud-Lösungen bereitzustellen. „Ein 100-prozentiger Umstieg wird nicht von heute auf morgen möglich sein, aber das Fernziel ist klar“, so Binder. „Jeder Schritt in Richtung Open Source stärkt unsere Unabhängigkeit.“ Der Antrag wird nun im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Digitalisierung beraten. Die Verwaltung soll eine Roadmap für die Umsetzung erarbeiten und den Austausch mit anderen Kommunen suchen.