Pressemitteilung zum Vorreiterkonzept

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Hemmingen fordert verbindliche Klimaneutralität bis 2035 und schärft Maßnahmen im Vorreiterkonzept

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, das Vorreiterkonzept der Stadt Hemmingen verbindlich auf Klimaneutralität bis spätestens 2035 anzuheben. Zur Erreichung dieses Ziels sollen alle Maßnahmen und Zielpfade überprüft und verschärft werden; zudem sind verbindliche Zwischenziele für 2028 und 2032 aufzunehmen. Ergänzend soll Kapitel 2.2 um eine kritische Bewertung der vergangenen Jahre erweitert werden, insbesondere um eine Reflexion der nicht erreichten Ziele im Bereich Entsiegelung und Verkehr. „Die Forderung nach Klimaneutralität bis 2035 ist keine Ideologie, sondern eine Notwendigkeit. Wir können nicht weiter warten — die wissenschaftlichen und sozialen Bedingungen verlangen jetzt mutige Entscheidungen und verbindliche Schritte. Hemmingen muss Vorbild sein.“ so Roman Binder, Klimaschutzausschussmitglied: „Besonders ärgert mich, dass bisher zentrale Maßnahmen wie Entsiegelung und Verkehr kaum Fortschritte zeigen. Es reicht nicht, Ziele zu formulieren; wir brauchen konkrete
Zielpfade, messbare Zwischenziele und verlässliche Verantwortlichkeiten“, so Binder weiter.

„Beim kommunalen Fuhrpark und beim Radverkehr erwarten wir konkrete Zeitpläne: Nutzfahrzeuge bis 2030 soweit möglich elektrisch und jährliche Kilometerziele für den Radwegebau — das sind keine Spielräume, das sind Verpflichtungen gegenüber
kommenden Generationen. Die Abpflasterungskampagnen, kräftigere Förderungen für Lastenräder und echte Schulwege ohne Hol- und Bringzonen sind praxisnahe Maßnahmen, die sofort spürbare Wirkung entfalten — ökologisch, sozial und gesundheitlich.“ so die GRÜNEN zu Ihrem Antrag.

Hintergrund : Das Vorreiterkonzept enthält wichtige Ansatzpunkte, ist in zentralen Bereichen jedoch zu wenig ambitioniert und teilweise unklar oder nicht konsistent mit vorhandenen Flottendaten. Eine Anhebung des Klimaziels auf 2035, verbindlichere
Mobilitätsmaßnahmen, eine ambitioniertere E-Mobilitätsstrategie, konkrete Entsiegelungsmaßnahmen und stärkere soziale Mobilisierung sind erforderlich, um die Emissionen deutlich zu reduzieren. Da private PKW hauptverantwortlich für Verkehrsemissionen sind und in den letzten Jahren kaum Einsparungen erzielt wurden, sind gute Alternativen wie ein ausgebauter Radverkehr und Sharing-Angebote zentral.

Änderungsantrag zum Vorreiterk…